zuerst: die tour war mit das schönste überhaupt. so ganz universell. nicht einfach nur eine schöne tour, sondern einfach ein riiiieeesiges ereignis, so wie ein kind kriegen, ein bisschen. endlich endlich habe ich einen teil der die ärzte im ausland gesehen (in zürich), man stelle sich mal vor dass ich das in zehn jahren (!!!) fan-sein noch NIE geschafft hatte!! so was wird’s übrigens nicht mehr geben. ich verpasse einfach keine show mehr, weil ich alleine fahren müsste, weil’s so teuer wär, weil dies, weil das. ich hab es jetzt gesehen, irgendwie funktioniert es immer! und wird es wieder, ich bin in diesem einen punkt zuversichtlich.
wer meinen letzten blog gelesen hat, wird sich vielleicht fragen wieso ich nu doch rückblickend die tour so super fand, der klang ja ziemlich angefressen. sollte er auch. ich war auch sauer und wäre es noch, wenn ich nicht beschlossen hätte mir die gute erinnerung nicht durch so was kaputt zu machen. ich bin durch einige aussagen, bestimmtes verhalten und denkweisen von meinen freundinnen sehr verletzt und entsetzt worden, einfach weil ich einiges so unfassbar fand. ich konnte teilweise gar nicht glauben wozu meine freunde so im stande sind: ungerechtigkeit, bosheit, geiz, neid, egozentrismus, rücksichtslosigkeit, unverständnis. ich mache noch immer mit mir selbst aus, inwiefern ich das verpacken soll und ob ich es vielleicht selbst provoziert habe. bislang lautet mein ergebnis, dass ich mich von anfang an hätte beschweren sollen und nicht erst alles hätte schlucken dürfen. wer 50 mal ja sagt, kann nicht irgendwann nein sagen. oder so ähnlich. ich habe grade in meinem lieblingsmagazin NEON gelesen, dass die ersten wochen einer beziehung eben jene dauerhaft prägen. ja, das lässt sich auf diese tour wohl übertragen. ich versuche, hier nicht nachtragend zu sein, aber ich werde das nicht vergessen. erinnern werde ich jedoch hauptsächlich die schönen momente, die musik, die grandiose show, die herzlichkeit von menschen, die ich neu kennengelernt habe, die kleinen gesten, für die es das alles wert war, das grosse drumherum. tour ist eine mikroskopische version des gesellschaftlichen lebens, mit allen höhen und tiefen, komprimiert auf 6 wochen. eine extremerfahrung. oder wenn man so will: das leben in reinform. und wer will schon tod sein?
wobei, wenn ich so über jetzt nachdenken, dann ich doch vielleicht. ich bin jetzt im praktikum und es ist schlimm. also, ich habe keine probleme mit meinem chef oder so. aber bis märz werde ich jeden morgen um 8 ins büro fahren, um 17 uhr feierabend haben und danach einfach nur noch müde sein. ich werde mich dann aber nicht entspannen können, sondern muss wissenschaftliche texte verfassen, für mein praktikumsbegleitendes seminar. jede woche. dazu passend dieses bild von postsecret:

und an wochenenden müsste ich eigentlich schon mal für meine hausarbeit schreiben, die trotz praktikum anfällt. stell dich mal nicht so an, junge frau, du kannst doch abends trotzdem weggehen! klar, kann ich. aber ich bin am nächsten tag im arsch! montag habe ich bier und tequila getrunken (weil das farin urlaub racing team - konzert so unfassbar langweilig war, gähn) und nur 3 stunden geschlafen und ich war am dienstag zu nichts zu gebrauchen. überhaupt habe ich ein schlafproblem. ich schlafe eigentlich überhaupt nie mehr aus. wenn nicht mein wecker mich wachklingelt, reissen mich merkwürdigste alpträume hoch. normalerweise würde ich ja beileid bei mama und papa suchen, aber wie könnte ich mich über meinen arbeitstag beschweren bei jemandem, dessen arbeitstag um 3 uhr morgens anfängt und der eine 6-tage-woche hat? gar nicht, richtig.
bald ist sylvester und daran halte ich mich hoch.
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juliane werding - nacht voll schatten

2 comments:
Oiiie.
Und was genau sagt Neon dazu? Ich meine, die ersten Jahre eines Lebens sind ja auch die wichtigsten, wird gesagt.
Bussi
s
Achter de wolken schijnt de zon.... - immer dran denken! Ich habe mal in einem Amsterdamer Pfannkuchenhaus ne Kachel mit dem Spruch fotografiert. DAs Foto hängt jetzt bei mir im Bad, damit ich es immer sehen kann:). Das Postsecret passt ja auch zu meiner Unisituation....:(! Glg, Nina
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